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Muttertag

Eine Geschichte von Sabine Kalwitzki, erschienen im Loewe Verlag.

„Wie wollen wir morgen zum Muttertag Mama überraschen?“, fragt Papa am Samstagabend.

Lisi setzt sich zu Papa auf das große, grüne Sofa. Wenn’s gemütlich ist, kann man nämlich besser nachdenken.

„Wir könnten ihr eine Krone basteln, dann sieht sie aus wie eine Prinzessin!“, schlägt Lisi vor. „Oder wir pflücken ganz viele Gänseblümchen!“ Lisi stützt die Arme auf ihre Knie und grübelt weiter.

Und da hat sie eine tolle Idee: „Ich geh ganz allein zum Bäcker Bommel und hole ihr die knusprigen Brötchen zum Frühstück, die sie so gerne mag.“

„Kannst du das denn?“, fragt Papa und runzelt die Stirn.

Lisi nickt stolz. „Ich bin mit Mama schon oft bei Bäcker Bommel gewesen. Ich muss gar nicht über die Straße.“

Papa findet die Idee prima.

Am nächsten Morgen schleichen Papa und Lisi ganz leise aus dem Haus.

Papa winkt Lisi nach.

In Bäcker Bommels Laden stehen schon viele Leute.

Lisi stellt sich an. So, wie sie es mit Mama immer macht. Ganz hinten, ans Ende der Schlange.

Endlich ist sie an der Reihe.

„Wer kommt dran?“, fragt die Verkäuferin in die Runde. Aber ehe Lisi antworten kann, drängelt sich eine Frau vor.

Lisi ärgert sich, aber sie sagt nichts. Doch als sich auch noch ein Mann vordrängelt, wird es Lisi zu viel. Sie nimmt all ihren Mut zusammen.

„Ich bin jetzt dran!“, sagt sie ganz laut zu der Verkäuferin.

Jetzt erst bemerkt die Verkäuferin Lisi. „Ach, dich habe ich ganz übersehen bei den vielen Leuten hier!“, meint sie. „Das tut mir leid! Wie gut, dass du etwas gesagt hast. Was kann ich dir denn geben?“

„Ich will Brötchen für meine Mama. Ganz knusprige. Weil sie die so gern mag! Heute ist nämlich Muttertag und ich hole die Brötchen ganz alleine, weil ich das schon kann!“, erklärt Lisi.

Die Leute im Laden lachen.

Und die Verkäuferin lacht auch. Sie sucht die allerknusprigsten Brötchen aus und schenkt Lisi sogar noch einen Maikäfer aus Schokolade.

Zu Hause wartet Papa schon auf Lisi. Er hat inzwischen den Frühstückstisch gedeckt und extra für Mama ganz viele Rosenblätter auf den Tisch gestreut.

Dazu stellt Lisi ihre Knusperbrötchen.

Mama freut sich sehr. „Wie geht es mir heute gut!“, lacht sie und nimmt Lisi und Papa in den Arm.

Als Lisi ihr erzählt, dass sie die Knusperbrötchen ganz allein geholt hat, ist Mama richtig stolz auf Lisi.

„Das sind die knusprigsten Knusperbrötchen, die ich je gegessen habe!“, sagt sie.

Und dann knuspern alle drei um die Wette.

Ende der Geschichte! Hab einen spannenden Tag!

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