Ein Service von Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung.

Mo lernt fliegen

Der kleine Bär Mo sitzt am Teich und wartet auf seine Freundin Enny, die Ente.

Doch die denkt gar nicht daran, sich neben ihn zu setzen. Heute weht so ein schöner Wind.

Vergnügt fliegt sie durch die Luft. Sonst schwimmt sie ja lieber, aber heute fällt das Fliegen richtig leicht.

„Hui, hui", ruft sie Mo zu. „Wie das kitzelt im Bauch“, freut sich Enny und macht einen Purzelbaum in der Luft.

„Wie schade, dass ich nicht fliegen kann“, seufzt Mo.

Er würde so gerne mit Enny von Wolke zu Wolke flattern. Oder vielleicht bis zum Mond fliegen? Da würde Enny aber Augen machen.

Aber Mo hat keine Flügel, er ist ja nur ein kleiner Braunbär. Er kann sehr gut klettern, aber fliegen, nein, das kann er nicht.

„Oder vielleicht sollte ich es mal probieren?“, überlegt sich Mo.

Also klettert er den Ahornbaum hoch, bis zum ersten dicken Ast. Er streckt seinen Körper, reckt den Kopf nach oben und breitet die Arme aus.

„Eins, zwei, drei“, ruft ein kleiner Spatz, der sich neben ihn gesetzt hat.

Mo springt ab, wedelt mit den Armen – und plumpst auf den Boden. „Aua“, schluchzt er und hält sich den Po.

„Noch einmal, noch einmal“, ruft der Spatz und sagt: „Du brauchst Flügel.“

Also nimmt Mo allen Mut zusammen und klettert noch einmal hoch. Diesmal nimmt er zwei Blätter als Flügel mit.

Enny hat gesehen, wie Mo geplumpst ist. „Oh, je“, hat sie gedacht und einen großen Schreck bekommen.

Als der kleine Bär jetzt wieder auf dem Ast steht – bereit zum nächsten Flugversuch – kommt sie angesaust.

Sie hat all ihre Vogelfreunde dabei, sogar das Eulenmädchen ist aufgewacht.

Mo springt ab – doch diesmal fällt er nicht herunter!

Die Vögel – auch der kleine Spatz – tragen ihn durch die Luft.

„Ich fliege. Juchhu, ich fliege“, ruft der Bär und grinst.

Ende der Geschichte! Hab einen spannenden Tag!

Oder noch nicht genug vorgelesen?

Hier findest du weitere Geschichten.

weiterlesen