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Wo ist Enny?

Der kleine Bär Mo möchte seine Freundin Enny, die Ente, im Wald treffen.

Sie lieben Höhlen!

Heute wollen Enny und Mo an ihrem Lieblingsplatz auf der kleinen Lichtung eine Waldhütte bauen - aus all den Ästen und Zweigen, die im Wald liegen.

Mo freut sich schon sehr. Wie immer hat er seine kleine Umhängetasche dabei.

Er marschiert durch den Wald, als er plötzlich etwas hört: „Ssss, ssss“.

‚Was ist denn das?‘, fragt sich Mo.

Da hört er es wieder: „Ssss, ssss".

Komisch. Was kann das nur sein?

Das Geräusch kommt von der kleinen Steinmauer direkt neben dem Waldweg. Mo bückt sich, denn er möchte wissen, was das ist.

Da hört er es schon wieder: „sssss".

Der kleine Bär geht noch tiefer in die Hocke – und sieht eine kleine Eidechse.

„Sssss", entgegnet sie ihm.

„Hallo, was machst du denn hier?“, fragt Mo die Eidechse.

„Ich ssssonne mich. Willssst du dich nicht ein wenig in die Ssssonne legen?“, fragt sie.

Aber Mo will weiter zu Enny. Die wartet bestimmt schon auf ihn.

Die kleine Eidechse will aber nicht alleine bleiben. „Komm doch mit!“, lädt Mo sie ein.

Und so läuft Mo vorneweg und die Eidechse schlängelt sich hinterher.

Als sie eine Wiese überqueren, macht es auf einmal: „Pieps, pieps, pieps".

‚Ist das etwa Enny?‘, wundert sich der kleine Bär. Aber das ist Quatsch. Eine Ente piepst doch nicht!

„Pieps, pieps, pieps“, klingt es wieder. Mo und die Eidechse sehen sich an. Sie finden ein Loch in der Wiese – und aus diesem Loch guckt eine winzige graue Hausmaus heraus.

Sie hat große schwarze Augen und starrt Mo an. „Pieps, pieps", begrüßt sie ihn und fragt: „Willst du mal an meinen Körnchen knabbern?“

Mo schüttelt den Kopf. Er mag keine Körner. „Ich will zu Enny. Wir wollen eine Höhle bauen“, erklärt er der kleinen Maus.

„Darf ich bitte mitmachen?“, fragt sie. Natürlich darf sie. Und so hüpft die Maus hinter dem kleinen Bären und der Eidechse den Weg entlang.

Sie sind schon fast an der Lichtung angekommen. Mo kann die Rehkitze erkennen, die dort immer fangen spielen.

Aber Enny sieht er nicht. Stattdessen erklingt ein lustiges „tzi-tzi-tzi-tzi-tüüh“.

Und gleich noch einmal: „tzi-tzi-tzi-tzi-tüüh“. Das klingt aber schön, denkt Mo.

Aber ob das Enny ist? Nein. Die fröhliche Melodie stammt von der jungen Blaumeise, die oben auf dem Ast sitzt.

„Ach, du bist es", sagt Mo ein wenig enttäuscht zu der Meise. „Ich wollte doch zu Enny und nicht zu dir.“

Da hört die kleine Meise auf zu singen. „Du suchst Enny? Sie ist schon lange da hinten bei den Buchen und sammelt Äste und Zweige. Ich soll dir zeigen, wo sie ist“, sagt sie.

„Danke, kleine Meise", sagt Mo. „Was für ein Glück, dass ich dich gefunden habe, denn du hast mir den Weg zu Enny gezeigt. Du hast mir sehr geholfen.“

Mo rennt zu Enny. Die Eidechse, die Maus und die Meise folgen ihm. Sie haben ihm geholfen, seine Freundin zu finden - und nun packen alle an und bauen eine gemütliche Waldhütte.

Als sie fertig sind, betrachten sie sie stolz und toben den ganzen Tag zusammen um sie herum.

Ende der Geschichte! Hab einen spannenden Tag!

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