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Paulchen und Pieks. Heute vertragen wir uns wieder!

Eine Geschichte mit Illustrationen von Laura Bednarski, erschienen im Esslinger Verlag.

Paulchen und Pieks sind allerbeste Freunde!

Im Waldkindergarten haben sie immer viel Spaß zusammen. Paulchen hilft Pieks beim Klettern …

… und zeigt ihm die besten Verstecke hinter dem Holunderbusch.

Im gemütlichen Zelt tauchen sie in Pieks’ Fantasiegeschichten ein.

Und auch beim Fußball sind die Freunde ein unschlagbares Team.

An diesem Morgen machen Paulchen und Pieks im Waldkindergarten eine ganz besondere Entdeckung.

In einer geheimen Ecke wächst ein riesengroßer Pilz!

Er ist so groß, dass es höchst ungewöhnlich ist …

Paulchen staunt.

Und Pieks sprudelt nur so vor Ideen, was sie mit dem Pilz alles anstellen können.

„Wir bauen ein Pilzboot, mit dem wir auf dem Bach fahren!“, ruft er aufgeregt.

„Oder ein Haus, in dem wir toben können! Oder wir kochen einen riesengroßen Waldpilzeintopf und teilen ihn mit meinen Igelgeschwistern!“

Bei dem Gedanken an köstlichen Waldpilzeintopf knurrt Paulchens Magen.

Doch Pieks weiß: Erst einmal muss der Riesenpilz noch kräftig wachsen.

Am nächsten Morgen ist der Schrecken im Waldkindergarten groß.

Wo ist bloß der Riesenpilz geblieben?

Pieks traut seinen Augen nicht.

Und Paulchen schämt sich.

Er hatte gestern so großen Hunger, dass er den Pilz heimlich ganz allein aufgegessen hat.

Schließlich gab es auch keinen Nachtisch im Waldkindergarten!

„Du bist nicht mehr mein Freund!“, ruft Pieks.

Er ist enttäuscht und richtig wütend.

„Und du bist auch nicht mehr mein Freund!“, gibt Paulchen zurück – weil Pieks seine Entschuldigung gar nicht hören mag.

„Doofes Paulchen“, denkt Pieks und hüpft heute lieber mit anderen Tierkindern Seil.

„Das macht sowieso mehr Spaß! Viel mehr als mit dem doofen Paulchen.“

„Pieks ist doof!“, denkt Paulchen.

„Mit den anderen ist Sandburgen bauen sowieso viel lustiger. Viel lustiger als mit dem doofen Pieks.“

Am Maltisch malen alle kunterbunte Bilder.

Nur Paulchen ist auf einmal ganz traurig geworden.

Er denkt an Pieks.

Und an die tollen Bilder, die sie immer zusammen malen.

Paulchen vermisst Pieks.

Draußen toben alle im Spielbaum.

Nur Pieks steht traurig daneben.

Er denkt an Paulchen, der ihm immer so toll beim Klettern hilft.

Pieks vermisst Paulchen.

So doll, dass es in seinem Igelbauch ziept.

Zu Hause fragt Pieks Mama Igel um Rat.

„Auch die allerbesten Freunde streiten mal", beruhigt sie ihn.

„Das gehört einfach dazu. Mach Paulchen doch eine kleine Freude und frag ihn, ob er wieder dein Freund sein möchte!“

Pieks nickt erleichtert. Und er denkt nach …

Natürlich kommt ihm eine ganz famose Idee, wie er sich mit Paulchen wieder versöhnen könnte.

Die Vorbereitungen sind bald in vollem Gange.

Und in Pieks´ Igelbauch ziept es schon ein bisschen weniger …

Am nächsten Morgen tragen Pieks und die Igelgeschwister allerhand Leckereien auf ihren Stacheln herbei!

Paulchen ist entzückt und möchte sofort wieder Pieks‘ Freund sein.

Der kleine Igel hat sogar extra seine Lieblingszimtschnecken für ihn gebacken.

Auch Pieks ist überglücklich.

Denn Paulchen hat sich etwas genauso Tolles überlegt.

Aus Moos und Laub hat er einen Riesenpilz für Pieks gebastelt.

Den kann man zwar nicht aufessen und als Boot oder Haus benutzen.

Aber er bringt vielleicht ein bisschen Glück. Er ist nämlich ein Glückspilz!

Glück haben alle an diesem Tag.

Beim igeltastischen Picknick im Waldgarten feiern sie die große Versöhnung.

Auch Mama Igel und Papa Fuchs sind erleichtert, dass Paulchen und Pieks wieder ganz die Alten sind: eben allerbeste Freunde!

Streiten ist zwar nicht schön, aber es gehört dazu.

Das wissen die beiden Freunde jetzt.

„Und beim nächsten Mal vertragen wir uns schneller wieder!“, lachen Paulchen und Pieks und lassen ihre Füße ins Wasser baumeln.

Ende der Geschichte! Schlaf schön!

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