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Einkaufsbummel

Eine Geschichte von Frauke Nahrgang, mit Illustrationen von Susanne Schulte, erschienen im Arena Verlag.

Die Maus will Honigkuchen backen.

Sie hat ihren Freund Bär dazu eingeladen.

Die Maus holt alle Zutaten herbei. Fehlt noch etwas? Der Honig!

„Ich kaufe schnell welchen“, sagt der Bär und rennt zu seinem neuen Auto.

Der Supermarkt ist ganz nah. Aber seitdem der Bär das neue Auto hat, läuft er nicht mehr. Er steigt ein und braust los.

Er braust nicht lange. Viele Autos sind unterwegs und der Bär kommt nur langsam voran.

Macht nichts, denkt er. Ich bin ja gleich da. Er dreht das Radio an und singt laut mit.

In der Talstraße fahren die Autos gar nicht mehr. Kein winziges Stück.

„Achtung, Stau in der Talstraße“, sagt eine Stimme im Radio.

„Das seh ich selber!“, schimpft der Bär und macht das Radio aus.

Endlich geht es weiter. Der Bär blinkt und fährt auf den Parkplatz.

Der ist ganz voll. Der Bär muss viermal um den Supermarkt herumfahren.

Endlich entdeckt er eine Parklücke. Aber ein kleiner blauer Sportflitzer saust an ihm vorbei und stellt sich hinein.

Der Bär kurbelt die Scheibe runter. „He, da will ich parken!", ruft er. Doch der Fahrer geht davon und dreht sich nicht mal um.

„Du Dieb!", ruft der Bär ihm nach. „Du Parklückendieb!“ Er will noch mehr rufen, aber hinter ihm hupen schon ungeduldig die Autos.

Wütend gibt der Bär Gas und fährt weiter zum Parkhaus. Die Fahrt dauert lang, denn das Parkhaus liegt hinter sieben roten Ampeln und drei verstopften Kreuzungen.

Der Supermarkt ist jetzt gar nicht mehr nah. Er ist weit weg.

Müde kommt der Bär dort an. Ein Verkäufer will gerade die Tür abschließen. Aber den Bären lässt er ausnahmsweise noch hinein. Doch im Regal steht kein Honig. Kein einziges Glas.

„Wo ist der Honig?“, fragt der Bär verzweifelt.

„Gerade hat jemand das letzte Glas gekauft“, bedauert der Verkäufer.

„Was mach ich jetzt?“, jammert der Bär. Traurig geht er davon.

Am liebsten würde er zur Maus gehen. Das wäre ganz nah. Aber er kann sein neues Auto doch nicht im Parkhaus stehen lassen.

Es hilft nichts. Der Bär muss den ganzen langen Weg laufen. Als er zurückfährt, ist es schon dunkel. Nur noch wenige Autos sind unterwegs. Aber jetzt hat es der Bär nicht mehr so eilig.

Was wird die Maus dazu sagen, dass er ohne Honig kommt?

Bei der Maus brennt Licht. Vorsichtig steckt der Bär den Kopf durch die Tür. „Ich muss dir etwas sagen“, beginnt er kleinlaut.

Bei der Maus riecht es herrlich. Es riecht nach . . .

„Nun setz dich erst mal!“, sagt die Maus und schiebt dem Bären einen Teller hin.

Kuchen! Honigkuchen! Wie ist das möglich?

Die Maus lacht. „Ich bin zum Supermarkt gelaufen. Das ist ja nicht weit. Dort habe ich das letzte Glas Honig erwischt."

„Ach, du warst das!“, staunt der Bär. Und dann sagt er gar nichts mehr, bis er satt ist.

Das dauert ein, das dauert zwei, das dauert drei Stück Honigkuchen.

„Fährst du das nächste Mal wieder mit dem Auto zum Honigholen?", fragt die Maus.

Der Bär schüttelt den Kopf. „Nein, ich fahre überhaupt nicht. Du holst den Honig und ich rühre solange den Teig."

„Das könnte dir so passen", sagt die Maus. „Damit du den ganzen Teig aufschlecken kannst!“

„Aber ich schlecke doch nicht am Teig“, empört sich der Bär.

Die Maus kichert. Da muss der Bär auch lachen

„Ich wollte sagen, ich schlecke doch nicht am Teig, wenn kein Honig drin ist!"

Ende der Geschichte! Hab einen spannenden Tag!

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