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Ein Fest für die Vögel

Eine Geschichte von Peggy Elfmann illustriert von Martina Ibelherr, erschienen im Wort & Bild Verlag.

Der kleine Bär Mo und seine Freundin Enny, die Ente, sind mächtig aufgeregt. Bald soll es ein großes Fest im Wald geben.

Jedes Jahr im Frühling kommen die Vögel aus dem Süden zurück. Sie haben eine lange Reise hinter sich. Manche sind viele Wochen geflogen. Immerzu mit den Flügel flattern - das ist ganz schön anstrengend! Enny ist froh, dass sie einfach immer in ihrem Teich schwimmen kann.

Aber sie liebt es, den anderen Vögeln zuzuhören. Wenn sie im Frühling im Wald zwitschern, trillern und tschilpen, dann ist das nämlich nicht einfach irgendein Vogel-Geplapper. Nein, dann erzählen sie von den Tieren und ihren Abenteuern auf der Reise.

Wenn alle Vögel wieder da sind, wollen die Vögel des Waldes feiern. Der kleine Bär Mo darf natürlich dabei sein. Er ist ja Ennys bester Freund. Gestern erst sind die Schwalben wiedergekommen.

„Die Glücksbringer sind zurück", haben Enny und Mo gerufen. Sie haben ihnen eifrig gewunken. Die Schwalben haben sich sehr über den Willkommensgruß gefreut. „Bis morgen, dann feiern wir unser Fest“, singen sie Enny und Mo zu.

„Wir können doch nicht feiern. Es fehlt die Nachtigall!“, sagt Enny aufgeregt.

„Nein, wir können nicht ohne sie feiern. Sonst wird sie traurig“, meint auch Mo.

Aber was sollen sie tun? Enny und Mo gehen zu der alten Buche. Dort oben sitzt das schlaueste Tier im Wald: die weise Eule.

„Liebe Eule, sag den anderen Vögeln, dass wir morgen nicht feiern können. Die Nachtigall fehlt“, ruft Enny der Eule zu.

Die Eule sitzt auf ihrem Ast. Sie öffnet ihre müden Augen ganz langsam und nickt behäbig.

„Bitte, Eule, sag es allen Vögeln. Sie hören auf dich“, bittet Enny.

„Sorge dich nicht“, sagt die Eule leise und schließt ihre Augen. Oh je, ob das gutgeht?

Währenddessen bereiten die anderen Vögel das große Fest vor: Es soll Kuchen, Saft und Schokolade geben – und natürlich dekorieren sie die Bäume mit bunten Girlanden.

Aber Enny kann sich gar nicht freuen. Sie findet es ungerecht. Man darf doch nicht feiern, wenn einer fehlt! Auch Mo findet das nicht nett.

Die Sonne ist längst untergegangen. Enny und Mo aber schlafen noch nicht. Sie motzen und meckern, und das so laut, dass sie beinahe das Wichtigste überhören.

„Tüü tüü tüü", so klingt es, erst leise, dann lauter. „Tüü tüü tüü.“ „Das ist die Nachtigall!“, ruft Enny.

Genau, die Nachtigallen sind gerade angekommen. Ihr melodisches Pfeifen schallt durch den Wald. Juchu, das wird ein tolles Fest morgen!

Ende der Geschichte! Hab einen spannenden Tag!

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