Einfach vorlesen! Stiftung Lesen Deutsche Bahn Stiftung

jetzt drucken

Die Ostersucherei

Eine Geschichte von Günther Jakobs, erschienen beim Carlsen Verlag.

Vor der großen Osterfeier

färben alle Hasen Eier.

Dafür sind sie wohlbekannt,

»Osterhasen« oft genannt.

Max ist heute neu dabei.

Henni gibt auch ihm ein Ei.

Vorher muss er es bezahlen.

Nachher darf er es bemalen.

Eiermalen macht viel Spaß.

Aber halt, es fehlt noch was:

Pinsel, Farben, Stift, Papier:

Max sucht in der Kiste hier.

Als Max auf der Suche ist

und sein Ei total vergisst,

kriegt er einen großen Schreck:

Ach du je, das Ei ist weg!

Ei, wo ist das Ei bloß hin?

Dass ich so vergesslich bin!

Nein, wie konnt’ ich das verlieren?

Kann doch nicht davonspazieren!

Ob es sich im Schrank versteckt?

Wird es hier von Max entdeckt?

Ist das Ei im Kleiderschrank

oder auf der Fensterbank?

Ist es in der Kiste drin?

Endlich findet Max sein Ei — entzwei!

Nur ein Küken hockt dabei.

Doch der Max ruft: »Alles klar,

bist du endlich wieder da!

Nach der langen Sucherei

wirst du jetzt mein Osterei!«

Also ist das Küken dran:

Max malt es rot und grün und knallbunt an.

Dicke Freunde sind sie nun,

haben allerhand zu tun,

weil das große Osterfest

ja schon vor der Türe ist.

Also los: Die Farben raus!

Weiter geht’s mit viel Gebraus.

Küken Pieps und Max der Hase

haben Farbe an der Nase.

Beide Freunde sind dabei,

bei der Eierfärberei!

Und sie kommen gut voran.

Alles läuft bisher nach Plan.

Tief bis in die Nacht hinein

rackern sie bei Kerzenschein.

Pieps sagt:

»Morgen früh kommst du vorbei.

Allen bringen wir ein Ei.«

Heute ist schon Ostermorgen,

Pieps hingegen macht sich Sorgen.

Längst schon wollten beide gehn.

Doch Max, den kann er nirgends sehn.

»Hat mich Max etwa versetzt?

Ach du je, was mach ich jetzt?«

In der Werkstatt gibt es nur

Hammer, Zange, Draht und Schnur,

Zwingen, Nägel, Schrauben, Wachs.

Alles gibt’s, nur keinen Max.

Küken Pieps sucht überall,

geht auch in den Hühnerstall.

»Habt ihr hier den Max gesehn?

Wollten längst verstecken gehn.«

Auf der Wiese, hinterm Haus

sieht es nicht nach Maxe aus.

Ist Max etwa noch daheim?

Schaun wir mal zur Tür hinein!

Da liegt Max in seinem Bett

und träumt von Osterei-Omelett.

Das findet Pieps nun gar nicht nett.

»Na warte, Max, du faules Tier!

Ich mach ein Osterei aus dir,

damit du nicht vergisst,

dass heute Ostern ist!«

Jetzt ist Max der Hase dran:

Pieps malt ihn rot und grün

und knallbunt an.

Ende der Geschichte! Schlaf schön!

Oder noch nicht genug vorgelesen?

Hier findest du weitere Geschichten.

weiterlesen

Lesezeichen hinzugefügt

Du hast für diese Geschichte auf diesem Gerät ein Lesezeichen gesetzt. Wenn du sie das nächste Mal öffnest, kannst du an der markierten Stelle fortfahren.

ok, verstanden