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Der Wünsche-Stein

Eine Geschichte von Peggy Elfmann mit Illustrationen von Martine Ibelherr, erschienen in Baby und Familie im Wort & Bild Verlag.

Die kleine Ente Enny hat gerade mal ein Auge geöffnet. Es ist noch früh am Morgen. Aber sie hört schon die Stimme von ihrem Freund Mo, dem Bären: „Komm, Enny, steh auf. Wir machen einen Ausflug in die Berge!“

Schnell steht Enny auf. Ja, sie möchte gerne einen Ausflug mit Mo machen. Aber sie kennt die Berge nicht. „Was macht man denn in den Bergen?“, fragt sie ihn.

„Na, wir laufen hoch und wieder runter“, erklärt Mo.

Enny weiß nicht, ob sie das gut finden soll. Aber sie will auf jeden Fall mit Mo mit. Schnell packt sie zwei Scheiben Brot und ein wenig Entengrütze ein, falls sie Hunger bekommt.

„Wir fahren mit der Raupenbahn“, sagt Mo. So setzen sich Mo und Enny auf die kleine kräftige Raupe. Sie bringt sie bis zum Berg.

„Ooh, das ist aber hoch“, sagt Enny ganz erstaunt. Aber Mo antwortet gar nicht, sondern läuft los.

Mo kennt sich sehr gut aus mit den Pflanzen, die am Wegesrand stehen. „Die da legt man auf eine Wunde, dann tut es nicht mehr weh“, erklärt Mo seiner Freundin.

Doch die hat keine Ohren für Mo. Denn sie sieht kleine rote Beeren. „Was ist denn das da?“, fragt sie.

„Das sind Walderdbeeren", sagt Mo. „Komm, wir pflücken uns welche.“

Enny greift zu, steckt sich eine Walderdbeere in den Mund und schmatzt: „Nam nam nam. Die sind aber lecker.“

Sie naschen noch mehr Beeren und laufen dann weiter. Der Weg ist voller Steine. Es ist gar nicht so einfach für Enny, da hochzulaufen. Plötzlich sieht sie einen glitzernden Herzstein und hält an.

Mo purzelt fast über Enny, weil sie so abrupt stehen bleibt. „Enny, geh doch weiter“, will er schon sagen. Da sieht er, dass sie sich bückt. „Das kann man aber nicht essen“, sagt er ihr noch.

„Klar, du Schlaubärchen“, sagt Enny.

Sie zeigt ihm den Stein, und sogar Mo ruft: „Der ist aber schön. Fast wie ein Zauberstein.“

„Das gibt’s doch gar nicht“, meint Enny. Aber sie hält den Stein ganz fest.

Die beiden Freunde laufen immer weiter. Bald sind sie an der Spitze. Ist das eine schöne Aussicht! Sie setzen sich hin, essen ihr Picknick, aber Mo hat immer noch Hunger. Da nimmt Enny den Glitzerstein fest in ihre Hand, schließt ihre Augen und wünscht sich ganz doll etwas zu essen für ihren Freund.

Als sie die Augen wieder öffnet, steht da ein Tischlein. Und darauf stehen Brote mit Honig, Beeren, Keksen, süßen Kirschen - lauter Leckereien.

„Wo kommt denn das so plötzlich her?“, fragt Mo.

Enny grinst und sagt: „Das war mein Wünsche-Stein.“

Sie ist so froh, dass Mo mit ihr einen so tollen Ausflug in die Berge gemacht hat.

Ende der Geschichte! Schlaf schön!

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