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Der Wackel-Fackel-Zug

Eine Geschichte von Peggy Elfmann mit Illustrationen von Martina Ibelherr, erschienen in "Baby und Familie" im Wort & Bild Verlag.

Seit Tagen hat der kleine Bär Mo seine Freundin Enny, die kleine Ente, nicht gesehen. Wo sie wohl steckt? Warum spielt sie nicht mit ihm? Er geht zu ihrem Entenhäuschen. Enny freut sich ihn zu sehen.

„Oh, Mo, entschuldige. Ich habe dich vor lauter Basteln vergessen“, sagt sie.

„Was bastelst du denn?“, will Mo wissen.

„Na, eine Laterne“, sagt Enny.

Jetzt sieht Mo es auch. Auf dem Tisch liegen bunte Papiere, Bänder, Glitzer-Sternchen und viele Stifte. Er sieht sich alles genau an.

„Ich möchte eine besonders schöne Laterne für den Fackelzug basteln“, sagt Enny.

Doch Mo versteht nur Wackelzug.

‚Eine Laterne für einen Wackelzug, das klingt aber wichtig‘, denkt Mo.

Vielleicht hat der Zug ja keine Lampen mehr und deswegen braucht er Laternen, um zu leuchten und weiterzufahren.

„Ich helfe dir“, ruft Mo eifrig.

Er setzt sich an den Tisch und nimmt ein gelbes Papier. Er faltet es viermal und klebt es an der Falz zusammen. Jetzt hat er eine eckige Laterne. Dann nimmt er grüne und lila Bänder, schmiert Kleber darauf und klebt die Bänder außen auf die Laterne.

„Das sieht schön aus“, meint Enny.

Aber Mo ist noch nicht fertig. Er braucht noch Glitzer. „Damit leuchtet die Laterne besser und der Zug strahlt heller“, erklärt er.

Er klebt viele Glitzersternchen daran. „Fertig“, ruft er. Er hält die Laterne hoch und strahlt. „Noch einen Stab und dann kann sie für den Zug leuchten", sagt Mo. Enny mahnt ihren Freund: „Komm, wir müssen losgehen.“

Enny und Mo beeilen sich. Sie gehen zu der Straße. „Die Straße ist für den Fackelzug gesperrt. Heute darf kein Auto fahren“, weiß Enny.

Aber Mo versteht immer noch: „Wackelzug“.

Wie toll, er kann es gar nicht abwarten bis der Zug kommt. Aufgeregt wippt er mit den Füßen hin und her. „Wann kommt die Lokomotive endlich?“, fragt er Enny.

Die kleine Ente runzelt die Stirn. „Na, der Zug. Wann kommt der Wackelzug?“, will Mo wissen.

Enny schüttelt den Kopf. „Es kommt kein echter Zug. Das ist doch ein Fackelzug, also ein Laternenlaufen“, erklärt sie.

Mo schnieft. Er hatte sich doch so auf einen Zug gefreut. Enny erzählt weiter: „Ein Fackelzug ist viel toller als ein echter Zug. Da laufen alle mit Fackeln und Laternen zusammen und singen Lieder.“

Tatsächlich, da kommt der Fackelzug schon. Ganz vorne hoppeln die Kaninchen. Sie tragen hell leuchtende Fackeln, die schön schimmern. Hinter ihnen spazieren die Mäuse. Ihre Laternen sehen aus wie große Käsestücke. Mo schleckt sich sein Maul. Die Laternen sehen lecker aus. Als Nächstes läuft das Reh. An seinem Geweih hängen zwei große runde Apfel-Laternen.

„Das ist ja witzig, ein Apfel-Reh“, sagt Enny und hält sich den Bauch vor Lachen.

„Macht mit“, ruft die weise Eule. Sie flattert über allen und passt auf, dass die Kaninchen den rechten Weg gehen. Nun reihen sich Enny und Mo ein.

Enny trägt ihre Laterne. Sie ist grün-glänzend und voller weißer Pünktchen.

„Jetzt mache ich einen Wackel-Fackel-Zug“, ruft Mo.

Er wackelt mit dem Popo und schwenkt seine Laterne hin und her. So ein schöner Lichterschein ist das!

Ende der Geschichte! Hab einen spannenden Tag!

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