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Der Herbststurm

Eine Geschichte von Maren von Klitzing , mit Illustrationen von Petra Eimer, erschienen im ellermann Verlag.

So einen Sturm hatte Adina noch nicht erlebt.

Der Wind rüttelte an den Bäumen, und es heulte so laut ums Haus, als würde eine ganze Gespensterfamilie einen Ausflug machen.

Kein Wunder, dass Adina sich die Bettdecke über den Kopf ziehen musste, um einschlafen zu können.

Doch schon am nächsten Morgen war der Himmel wieder klar, und die Sonne schien.

Aber die Bäume sahen anders aus. Kein Blatt hing mehr an den Ästen.

Das war nicht das Einzige, was der Sturm gemacht hatte. Als Adina mit ihrer Mama bei der Kita ankam, entdeckte sie noch etwas ganz anderes.

„Da liegt ja unser Baum von der Kita!“, rief Adina aufgeregt. „Direkt auf der Straße.“

„Oje", sagte Mama. „Zum Glück ist der Baum nicht auf das Dach gefallen.“

Martin, der Erzieher, stand mit den anderen Kindern um den Baum herum.

„Ich habe schon die Feuerwehr gerufen", sagte er. »Schade, dass unser Baum umgefallen ist. Die Feuerwehr wird ihn gleich wegräumen.“

„Das ist ja aufregend", sagte Mama. „Vielleicht dürft ihr zugucken.“ Sie gab Adina ein Küsschen und verabschiedete sich.

„Tschüss, Mama“, sagte Adina, und dann kletterte sie mit Jule auf den Baumstamm.

Sobald die anderen Kinder das sahen, machten sie es nach. Und als die Feuerwehr kam, turnten alle Kinder auf dem Baumstamm herum.

„Was ist denn hier los?", fragte der Feuerwehrmann und lachte. „Seid ihr sicher, dass wir den Baum wirklich wegnehmen sollen?“

„Leider liegt er da, wo normalerweise die Autos parken“, sagte Martin. „Aber eigentlich ist er toll zum Spielen.“

Da hatte Adina eine Idee. „Du, Martin", sagte sie. „Kann die Feuerwehr den Baumstamm nicht nach hinten in den Garten bringen? Dann könnten wir ihn behalten.“

Der Feuerwehrmann, der neben Martin stand, hatte alles gehört.

„Die Idee ist nicht schlecht", sagte er. „Wir müssten nur vorher die Äste entfernen, und vielleicht könnte man den Baumstamm teilen, damit er nicht so lang ist.“

„Ginge das?“, fragte Martin. „Das wäre wirklich toll.“

Der Feuerwehrmann holte eine Säge.

Während die Feuerwehrleute arbeiteten, schauten sich die Kitakinder den Feuerwehrwagen an.

Als die Feuerwehrleute fertig waren, verstauten sie ihre Sägen im Fahrzeug.

Der Feuerwehrmann winkte die Kinder zu sich. „Habt ihr Lust, mitzuhelfen?", fragte er. „Ihr könntet die Äste und die kleineren Stücke vom Baumstamm auf einen Haufen an den Straßenrand stapeln.“

„Jetzt müssen wir nur noch den Baumstamm auf das Kitagelände bringen", sagte der Feuerwehrmann, nachdem sie fertig waren. „Wer fasst mit an?“

Alle Kinder und auch Martin meldeten sich. Sie stellten sich in einer Reihe neben dem Baumstamm auf.

„Auf die Plätze, fertig, los!“, rief der Feuerwehrmann.

Auf das Kommando trugen sie den Baum zusammen mit den Feuerwehrleuten auf das Kitagelände.

Adina fasste mit am Baumstamm an. Er war gar nicht schwer, weil die Feuerwehrleute so stark waren.

„Oh, der Baum ist ja weg", sagte Mama, als sie Adina von der Kita abholte. „Dann ist die Feuerwehr also vorbeigekommen.“

„Ja, und wir haben den Feuerwehrleuten geholfen", sagte Adina. „Das war so toll. Wenn ich groß bin, will ich auch bei der Feuerwehr arbeiten.“

Ende der Geschichte! Hab einen spannenden Tag!

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