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Pflanzt mehr Bäume!

Eine Geschichte mit Illustrationen von Outi Kaden, erschienen im arsEdition Verlag.

Eines Tages kamen Menschen in den Wald und fingen an, die Bäume zu fällen, um dort eine große Fabrik zu bauen.

„Und wo soll ich jetzt wohnen?“, fragte das Eichhörnchen verärgert, als auch sein Baum krachend umgefallen war.

Doch niemand beachtete es.

Das Eichhörnchen beschloss, in die Stadt zu ziehen.

Dort angekommen, lief, sprang und huschte es flink über Geländer, Dächer, Schornsteine und Fensterbänke.

Aber nirgends sah es einen Baum, wo es wohnen konnte.

Überall waren nur graue Mauern und dunkle Straßen.

Schließlich traf das Eichhörnchen auf eine kleine Raupe.

„Kannst du mir sagen, ob es hier in der Stadt auch Bäume gibt?“

Schüchtern antwortete die kleine Raupe: „Irgendwo soll es einen Park mit Bäumen geben. Ich möchte auch dorthin. Wollen wir zusammen suchen? Ich kann nur nicht so schnell laufen wie du.“

„Kein Problem!“, sprach das Eichhörnchen, schnappte sich die überraschte Raupe, und los ging´s.

Die Straße hinauf, die andere hinunter, rechts um die Ecke, links um die Ecke, geradeaus, um einen stinkenden Hundehaufen herum.

Schließlich fanden sie tatsächlich einen winzig kleinen Park.

Der kleinen Raupe war es ganz schwindelig geworden.

Im Park wohnten nur sehr wenige Tiere.

„Die meisten von uns sind weggezogen. Es gibt zu wenige Bäume und Sträucher, wo wir wohnen können“, krächzte der Rabe.

„Und zu wenig zu essen, keine Nüsse, keine Körner oder Samen!“, zwitscherte die Meise betrübt.

„Kaum Blumen mit Nektar!“, jammerten die dicke Hummel und die Biene.

Nur die Kinder brachten den Tieren manchmal Futter.

Das Eichhörnchen dachte viel nach, und als die Blätter sich bunt verfärbten, war sein Plan fertig:

„Wir sammeln Samen und Nüsse, wie immer im Herbst. Doch dieses Jahr werden wir nicht alles aufessen, sondern einen Teil vergraben. Ich verspreche euch, wir werden schon bald mehr Bäume und Blumen in der Stadt haben. Und mehr zu essen!“

Die Tiere verstanden zwar nicht, warum sie die leckeren Nüsse, Kerne und Samen vergraben sollten, statt sie zu essen, aber das Eichhörnchen schien sich gut auszukennen.

Sie vertrauten ihm und versprachen mitzumachen.

Das große Sammeln begann …

… und nach dem Sammeln das große Verteilen und Vergraben.

Dann kam der Winter und das lange Warten begann.

Manche Tiere hielten Winterschlaf, manche waren in den Süden geflogen.

Die anderen trafen sich jeden Tag im Vogelhäuschen.

Dort aßen sie das Futter, das die Kinder ihnen brachten, und erzählten sich Geschichten.

Und eines Tages war der Frühling da!

Es wurde warm und bald sah man überall in der Stadt zarte Pflänzchen wachsen.

Die harte Arbeit der Tiere hatte sich gelohnt.

Sie jubelten: „Und daraus werden jetzt Blumen und Bäume?“

„Ihr werdet es sehen!“, sagte das Eichhörnchen zufrieden.

Und es hatte recht.

Ende der Geschichte! Hab einen spannenden Tag!

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